theaterfink – im Gehen 

Ludwig van Beethoven
Der Um-Zugvogel

Uraufführung am 7. August 2020 bei der
Kulturszene Kottingbrunn

Premiere Wien am 11. September 2020

Im Rahmen von WiR SIND WIEN.FESTIVAL 2020
Gefördert durch Basis Kultur Wien

Termine Innere Stadt: 11., —., 21. September 2020
Beginn jeweils: 19:00 Uhr
Treffpunkt:  Minoritenplatz, 1010 Wien, Aufgang U3

Termine Döbling: 4., 5., 11., 12. Oktober 2020
Beginn jeweils: 18:30 Uhr
Treffpunkt: Hohe Warte 72 (Kirche St.Michael), 1190 Wien, Buslinie 38A Station Armbrustergasse

! ABGESAGT !
Termin Zentralfriedhof: 7. November 2020 
Beginn: 14:30 Uhr
Treffpunkt: Zentralfriedhof 2.Tor, 1110 Wien, 71 Zentralfriedhof 2. Tor

 

Buch: Susita Fink und Ensemble
Regie: Ensemble mit Coaching von Eva Billisich
Komposition & Liedtexte: Martina Rittmannsberger
Liedmixes: Walther Soyka
Dramaturgie: Karin Sedlak
Puppenkopf: Roman Spiss
Kostüm: Nico Oest

Spiel: Walter Kukla & Andrea Girsch
          und Izidor Verdel
Musik: Duo Martina Rittmannsberger – Walther Soyka

Praktikant/Sozial Media: Fabian Burisch

Fotos: Barbara Pálffy
Fiaker für Pressebilder: Martina Michelfeit-Stockinger mit Max und Lady
http://www.chamottefabrik.at/

“Es wurde also ein vierspänniger Lastwagen mit wenig Mobilien zwar, dagegen aber mit einer ungeheuren Wucht an Musikalien befrachtet: die turmhohe Maschine setzte sich langsam in Bewegung, und der Besitzer dieser Schätze spazierte seelenvergnügt per pedes apostulorum voraus.”

So beschreibt Ignaz von Seyfried einen der typischen Wohnungsumzüge Beethovens, von denen es wahrlich zahlreiche gab:
Der unstete Künstler wechselte in den 35 Jahren, in denen er in Wien lebte, mehr als 25 Mal den Wohnsitz innerhalb des Linienwalls. All die Orte der Sommerfrische sind hier noch gar nicht mitgezählt. Oft war der Wohnungswechsel auf das sensible Wesen des Künstlers zurückzuführen, der sich durch die geringsten Geräusche in seiner Kreativität und seinem künstlerischen Schaffen gestört fühlte. Er hielt sich in so manchen Domizil nur wenige Wochen oder gar Tage auf, ließ dabei nicht selten alles stehen und zog Hals über Kopf wieder aus. Viele Umzüge sind dabei auf die jährliche Sommerfrische in die Wiener Vororte und ins Umland zurückzuführen, wo er die staubige Stadtluft und den Lärm mit dem idyllischen Landleben vertauschte.

Als VIENNA STREET PUPPET lässt er sein reiches Künstlerleben, sein Verhältnis zu adeligen Gönnern, die verschiedenen Frauen in seinem Leben und seine zahlreichen Wohnungsumzüge kurzweilig Revue passieren.

Gewürzt wird das alles – wie es für uns Theaterfinken üblich ist – mit einigen überraschenden Bezügen zur Gegenwart. Wohnungssuche ist ja etwas Zeitloses!

Der Obdachlose Wickerl führt mit Ludwig van Beethoven als lebensgroße Klappmaulpuppe durch das Stück. Zusammen mit Freunden, Gönnern und Wegbegleitern, die dem Publikum in Gestalt verschiedener Puppen begegnen. Begleitet wird Beethovens Reise mit den Altwiener Schrammelklängen des Duo Rittmannsberger-Soyka mit eigens komponieren Liedern über Beethovens Leben und Wirken!

Der Gefeierte selbst begrüßte bereits bei der offiziellen Eröffnung des Beethovenjahres am 16. Dezember 2019 an die 800 GratulantInnen bei der Veranstaltung im Festsaal des Wiener Rathauses!

Beachten Sie auch Beethovens Umzugskutsche. Termine auf Anfrage! Steigen Sie ein in die Erste Wiener Kulturkutsche und fahren Sie vorbei an Beethovens Wohnstätten durch Wien.

EnsembleStationentheater WIR.SIND.WIEN.Festival 2020

Ludwig van Beethoven. Der Um-Zugvogel

Inhalt:

Wickerl sitzt auf der Straße. Einst, als er noch jung war, kam er als Musikstudent nach Wien – in die Weltstadt der Musik. Voller Enthusiasmus und Vorfreude auf ein Leben als Musiker. Doch wie es so oft ist, kam es ganz anders. Die Karriere klappte nicht, der Alkohol schmeckte und das weibliche Geschlecht war einfach unwiderstehlich. Doch die Frauen verließen ihn, irgendwann fehlten die Jobs, dann das Geld und letztlich auch die Wohnung.

Wickerl wurde obdachlos. Um das Schicksal zu meistern, flüchtete er in seine eigene Welt. Jetzt hält er sich für einen Nachfahren Ludwig van Beethovens. Immerhin wäre er auch ein so genialer Musiker und Komponist geworden, wäre die Welt eine andere – eine gerechtere! Mit den richtigen Vorfahren und den dazugehörigen Beziehungen ließe es sich leichter leben. Wickerl ist fest davon überzeugt, ein unehelicher Nachkomme von Ludwig van und einer seiner adeligen Geliebten, Josephine von Deym-Stackelberg (geborene Brunswick) zu sein. Und da er sich für einen adeligen und genialen Nachfahren hält, ist er auch auf der Suche nach einer standesgemäßen Wohnung.

Die verzweifelte Immobilienmaklerin namens Josefine. Die Namensgleichheit ist natürlich reiner Zufall, doch amouröse Gefühle sind vorprogrammiert. Josefine wollte ursprünglich Tänzerin werden und wurde aus finanziellen Nöten Immobilienmaklerin. Doch auch dieses Geschäft geht nicht gerade rosig. Am krisengeschüttelten Wohnungsmarkt benötigt sie dringend einen Vertragsabschluss für eine Immobilie. Nur deshalb hat sie auf Wickerls handschriftlichen Brief reagiert und trifft ihn zu einer Wohnungsbesichtigung. Vom ersten Moment an, fragt sie sich, ob der Mann mit dem wunderlichen, nachlässigen Äußere, der Richtige für einen finanzstarken Abschluss ist.

Doch der Wickerl ist ein sehr Charmanter! Er wicke(r)lt sie gewissermaßen ein. Gemeinsam mit seinem selbstgemachten Puppen-Beethoven erzählt er Josefine, warum er unbedingt eine Wohnung an einer verbrieften Beethoven-Adresse benötigt.

Szenenfotos: Barbara Pálffy

In den Medien:

Beitrag über Beethoven und Erste Wiener Kulturkutsche: https://www.okto.tv/de/oktothek/episode/25288 
Beitrag von Heinz Wagner im Kurier: https://kurier.at/kiku/stationentheater-beethoven-in-wien-ein-um-zugvogel/401030294 
Beitrag von Karin Sedlak und Judith Mantler: https://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten/14268-wir-machen-geschichte-dort-sichtbar-wo-sie-passiert-ist.php