theaterfink – im Gehen 

Ludwig van Beethoven
Der Um-Zugvogel

Uraufführung am 7. August 2020 bei der
Kulturszene Kottingbrunn
Premiere Wien am 11. September 2020
Wir Sind Wien. Festival

Termine für 2021

Premiere Wiederaufnahme:

27.Juli 2021 in 1030 Wien

Termine Innere Stadt:
8., 9. September 2021
Beginn jeweils:  19:00 Uhr
Treffpunkt: Minoritenplatz U-Bahn Aufgang; 1010 Wien
gespielt wird rund um die Minoritenkirche

Termine Floridsdorf:
Im Rahmen des Floridsdorfer Kulturherbstes
Spezialpreis!
20., 24. September 2021
Beginn jeweils:  19:00 Uhr
Treffpunkt: Ecke Lorettoplatz / Überfuhrstraße; 2210 Wien
gespielt wird rund um die Sozialbauanlage bis zurück zur Lorettowiese

Termine Zentralfriedhof:
22., 23. Oktober 2021
Beginn jeweils:
  15:00 Uhr
Treffpunkt: Zentralfriedhof 2.Tor; 1110 Wien
gespielt wird rund um Beethovens Ehrengrab

Vergangener Termin:
Alsergrunder Kultursommer
30. Juni 2021
Liederabend in der Krypta der Alserkirche

Termine Landstraße:
29. Juli
27., 28. August 2021
Beginn jeweils:  19:00 Uhr
Treffpunkt: Anton-von-Webern Platz 1; 1030 Wien
gespielt wird am Gelände der mdw Universität für Musik und darstellende Kunst

Wir danken den jeweiligen Bezirken für die Förderung.

Praktikant/Social Media 2020: Fabian Burisch
Social Media 2021: Katharina Rosenberger

Fotos: Barbara Pálffy
Fiaker für Pressebilder: Martina Michelfeit-Stockinger mit Max und Lady

“Es wurde also ein vierspänniger Lastwagen mit wenig Mobilien zwar, dagegen aber mit einer ungeheuren Wucht an Musikalien befrachtet: die turmhohe Maschine setzte sich langsam in Bewegung, und der Besitzer dieser Schätze spazierte seelenvergnügt per pedes apostulorum voraus.”

So beschreibt Ignaz von Seyfried einen der typischen Wohnungsumzüge Beethovens, von denen es wahrlich zahlreiche gab:
Der unstete Künstler wechselte in den 35 Jahren, in denen er in Wien lebte, mehr als 25 Mal den Wohnsitz innerhalb des Linienwalls. All die Orte der Sommerfrische sind hier noch gar nicht mitgezählt.

Als VIENNA STREET PUPPET lässt er sein reiches Künstlerleben, sein Verhältnis zu adeligen Gönnern, die verschiedenen Frauen in seinem Leben und seine zahlreichen Wohnungsumzüge kurzweilig Revue passieren.

Gewürzt wird das alles – wie es für uns Theaterfinken üblich ist – mit einigen überraschenden Bezügen zur Gegenwart. Wohnungssuche ist ja etwas Zeitloses!

Der obdachlose Wickerl hält sich für einen Nachfahren des berühmten Komponisten. Er begibt sich mit seinem eigenen, selbst gezogenen “Lastwagen” und dem Ludwig van Beethoven, als lebensgroßer Klappmaulpuppe auf Wohnungssuche.

FreundInnen, GönnerInnen und WegbegleiterInnen begegnen ihnen in verschiedenen Puppenspielformen.

Begleitet wird Wickerls Wohnungssuche vom Duo Rittmannsberger-Soyka mit eigens komponierten und getexteten Liedern über Beethovens Leben und Wirken.

Gespielt wird im Freien, an Orten mit Bezug zu Beethovens Geschichte.

Der Gefeierte selbst begrüßte bereits bei der offiziellen Eröffnung des Beethovenjahres am 16. Dezember 2019 an die 800 GratulantInnen bei der Veranstaltung im Festsaal des Wiener Rathauses!

Buch: Susita Fink und Ensemble
Regie: Ensemble mit Coaching von Eva Billisich
Komposition & Liedtexte: Martina Rittmannsberger
Liedmixes: Walther Soyka
Dramaturgie: Karin Sedlak
Puppenkopf: Roman Spiss
Kostüm: Nico Oest

Spiel: Walter Kukla & Andrea Girsch
          und Izidor Verdel
Musik: Duo Martina Rittmannsberger – Walther Soyka

EnsembleStationentheater 

Ludwig van Beethoven. Der Um-Zugvogel

Inhalt:

Wickerl sitzt auf der Straße. Einst, als er noch jung war, kam er als Musikstudent nach Wien – in die Weltstadt der Musik. Voller Enthusiasmus und Vorfreude auf ein Leben als Musiker. Doch wie es so oft ist, kam es ganz anders. Die Karriere klappte nicht, der Alkohol schmeckte und das weibliche Geschlecht war einfach unwiderstehlich. Doch die Frauen verließen ihn, irgendwann fehlten die Jobs, dann das Geld und letztlich auch die Wohnung.

Wickerl wurde obdachlos. Um das Schicksal zu meistern, flüchtete er in seine eigene Welt. Jetzt hält er sich für einen Nachfahren Ludwig van Beethovens. Immerhin wäre er auch ein so genialer Musiker und Komponist geworden, wäre die Welt eine andere – eine gerechtere! Mit den richtigen Vorfahren und den dazugehörigen Beziehungen ließe es sich leichter leben. Wickerl ist fest davon überzeugt, ein unehelicher Nachkomme von Ludwig van und einer seiner adeligen Geliebten, Josephine von Deym-Stackelberg (geborene Brunswick) zu sein. Und da er sich für einen adeligen und genialen Nachfahren hält, ist er auch auf der Suche nach einer standesgemäßen Wohnung.

Die verzweifelte Immobilienmaklerin namens Josefine. Die Namensgleichheit ist natürlich reiner Zufall, doch amouröse Gefühle sind vorprogrammiert. Josefine wollte ursprünglich Tänzerin werden und wurde aus finanziellen Nöten Immobilienmaklerin. Doch auch dieses Geschäft geht nicht gerade rosig. Am krisengeschüttelten Wohnungsmarkt benötigt sie dringend einen Vertragsabschluss für eine Immobilie. Nur deshalb hat sie auf Wickerls handschriftlichen Brief reagiert und trifft ihn zu einer Wohnungsbesichtigung. Vom ersten Moment an, fragt sie sich, ob der Mann mit dem wunderlichen, nachlässigen Äußere, der Richtige für einen finanzstarken Abschluss ist.

Doch der Wickerl ist ein sehr Charmanter! Er wicke(r)lt sie gewissermaßen ein. Gemeinsam mit seinem selbstgemachten Puppen-Beethoven erzählt er Josefine, warum er unbedingt eine Wohnung an einer verbrieften Beethoven-Adresse benötigt.

Szenenfotos: Barbara Pálffy

In den Medien:

Beitrag über Beethoven und Erste Wiener Kulturkutsche: https://www.okto.tv/de/oktothek/episode/25288 
Beitrag von Heinz Wagner im Kurier: https://kurier.at/kiku/stationentheater-beethoven-in-wien-ein-um-zugvogel/401030294 
Beitrag von Karin Sedlak und Judith Mantler: https://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten/14268-wir-machen-geschichte-dort-sichtbar-wo-sie-passiert-ist.php