theaterfink im Sitzen

Kriminalschrammeln

Neue Termine 2024:

Mit Dank an das Wir Sind Wien.Festival

9. Juni: Arne-Carlsson-Park, 1090 Wien
17:30 Uhr: Vorstellung
18:30 Uhr: Treffpunkt beim Galgen bei der Bühne
Wir gehen gemeinsam mit Mag. Friedrich Forsthuber zur Führung ins Landesgericht   
Bitte für die Führung unter folgendem Link anmelden! 
                https://www.ntry.at/kriminal  

Weitere Termine:

Mit Dank an die Kulturkommissionen Liesing, Josefstadt und Simmering!

13. Juni: Atzgersdorfer Kirchenplatz im Schanigarten des
                  GenussISpiegels
Beginn: 19:30 Uhr 
Im Anschluss plaudert Karin Sedlak gerne über die vorgetragenen Moritaten.
Die gebürtige Atzgersdorferin und Gattenmörderin, Theresia Kandl, geborene Teppich ist natürlich auch vor Ort! 

Für die folgenden Vorstellungen in den Bezirksmuseen – Liste wird erweitert – bitte folgenden Link für die Anmeldung nutzen!
                    Kriminalschrammeln  

17. Juni: Bezirksmuseum Josefstadt
1080 Wien, Schmidgasse 18
18 Uhr: Vorstellung
Im Anschluss:
Vortrag und Dramaturgiegespräch mit Karin Sedlak
und dem ehemaligen “Krimineser” Wolfgang Oesterreicher
über vergangene und aktuelle Kriminalfälle

18. Juni: Bezirksmuseum Josefstadt
1080 Wien, Schmidgasse 18
18:00 Uhr: Vorstellung 
Im Anschluss bietet Mag. Friedrich Forsthuber; Präsident des Straflandesgerichts eine seiner legendären Führungen durch das Landesgericht Wien

19. Juni: Bezirksmuseum Simmering
1110 Wien, Enkplatz 2
19:00h: Vorstellung
Im Anschluss erzählt Karin Sedlak über Josef Lang, letzter Scharfrichter der k. und k. Monarchie und hochgeschätzter Kaffeehausbesitzer, bestattet am Simmeringer Friedhof.

Buch: Susita Fink

Dramaturgie: Karin Sedlak
Puppenbau: Nico Oest, Roman Spiess, Sandra Sekanina, Susita Fink
Regie: Eva Billisich
Gesang: Katharina Hohenberger
Puppenspiel: Susita Fink
Akkordeon: Walther Soyka
Musikarrangements: Duo Martina Rittmannsberger – Walther Soyka

Wir trauern um Martina Rittmansberger, die am 8. April 2023 viel zu früh von uns gegangen ist.

Fotos untere Reihe Schrammelklang 2022:  Stephan Mussil

EINTRITT FREI!

Schauderhafte Moritaten!

Sie wurden als „gesungene Zeitung“ aufsehenerregender Geschehnisse mit simplen Mitteln und bekannten Melodien von Bänkel- oder Moritatensängern unters Volk gebracht.
Ein großes Schild genügte, auf dem das besungene Geschehen bildlich dargestellt war, der Zeigestab verdeutlichte den Fortschritt der Handlung.

Wir erwecken die bildliche Darstellung mit Puppenspiel zum Leben!

Die Berichte von Raub, Mord und anderen Katastrophen fanden unter der Verwendung von „Gassenhauern“, die im Volk sehr verbreitet waren, großen Anklang und rasche Verbreitung.

„Liederweiber“ verkauften die erfolgreichen Texte in gedruckter Form, vor Hinrichtungen boten „Urthelweiber“ die Urteilsverkündungen der Delinquenten als Abdruck feil. Drückte man diesen talentierten und verkaufstechnisch versierten Frauen solch einen Text in die Hand, erlangte er rasch weithin Bekanntheit.

In unseren „Kriminalschrammeln“ legen wir den Fokus vor allem auf die Frauen in der Rechtsgeschichte – sowohl als Opfer, als auch als Täterinnen. Der Großteil an verübten Verbrechen betraf Eigentumsdelikte, die wenigsten Vergehen endeten mit einem Mord. Doch genau wie heute war Mord auch schon damals das Delikt, das die höchste Aufmerksamkeit erweckte und das Publikum am meisten faszinierte.

Unter der Verwendung alter Wiener Lieder und Tänzen erwecken wir die „erschröcklichen“ Geschehnisse zu neuem Leben und entführen Sie in eine Zeit, in der die Schlagzeilen auch noch ohne Internet in Windeseile ihre Runde machten!

Natürlich drängen sich auch bei diesem Programm so einige Bezüge zur Gegenwart auf.

Die Uraufführung des im stätigen Wandel befindlichen Projektes “Kriminalschrammeln” im Jahre 2015 – damals mit Walter Kukla und Susa Kratsch – war Martina Rittmannsbergers erstes Projekt bei theaterfink. Seither war sie fester Bestandteil in unserem Ensemble. Sie wählte gemeinsam mit Walther die wunderschönen Wiener Tänze aus dem 19. Jhd. aus und arrangierte diese für die gesungenen Moritaten. 
Sie fehlt und ist nicht ersetzbar!

Liebe Martina!
Wo immer Du jetzt bist, beglücke dort mit Deiner Kreativität und den wunderschönen Klängen Deiner Geige!

“Schon wieder ist jüngst in Wien ein Meichelmord geschehen, mich schauderts wenn ich denk daran, ich muss es selbst gestehen.”