theaterfink – das Ensemble

Künstlerische Leitung: Susita Fink 

 

 

 

 

 

 

 

Seit der Gründung 2009 dabei:
Walter Kukla, Claudia Hisberger und das leider viel zu früh verstorbene musikalische Herz: Walther Soyka (1965 – 2025)

Zusammenarbeit:
Eva Billisich, Heidelinde Gratzl , Ernst Molden, Nico Oest, Martina Rittmannsberger (1966 – 2023) , Roman Spieß, Katharina Hohenberger, Karin Sedlak, …
und viele andere finden Sie unter den einzelnen Projekten.

Konzeptberatung & Texte: Elisabeth Mittendorfer
Grafik: Alexander Zech
Theaterfink-Logo: Sonja Derp
Webseite: Lena Doppel
Soziale Medien: Fabian Burisch / Sabine Pinterits / Katharina Rosenberger

Wir machen Geschichte!

Gemeinsam mit unserem Publikum wandern wir zu historischen Schauplätzen der Wiener Stadtgeschichte und erzählen, meist vergessene Ereignisse, vor Ort. Durch Schauspiel, Puppenspiel und musikalischem Treibstoff macht theaterfink historische Ereignisse lebendig und setzt sie in Bezug zu unserer Gegenwart.

„Über die Geschichte…

Puppentheater ist, aus seiner Historie heraus, Volkstheater. Es brachte Nachrichten von Verbrechen, politischen Neuerungen, Geschichten und G’schichtln auf die Straße und ins Land hinein.

Das Wienerlied – das alte wie das neue – aus der Tradition der Bänkelsänger und Straßenmusikanten, bietet den Treibstoff zum Weiterziehen mit dem Publikum.

Diese Unmittelbarkeit und Nähe zum Zuschauer begeistert uns. Oft entsteht mit dem Publikum, Passanten und Beobachtern ein spontaner Austausch, der jede Aufführung so einzigartig und lebendig macht.

…erkennt man die Gegenwart“

Wien ist reich an kuriosen und kriminellen Ereignissen. Diese Schätze der Wiener Stadtgeschichte wollen wir aus den Archiven auf die Straße holen. Nach akribischer Recherche inszenieren wir diese Geschichten an den Schauplätzen, wo sie stattgefunden haben. Wandern in die Vergangenheit und stolpern dabei oft über aktuelle Bezüge.

Unser Lieblingsthema, die Kriminalgeschichte ist nicht nur spannend, sondern auch österreichische Kultur- und Sozialgeschichte.

Unser Konzept ist auf jede Stadt auf jedes Land umzulegen und kann überall aufgeführt werden.
Wir nehmen gerne Ihren Auftrag entgegen!

Wiener Straßenpuppen spielen echte Verbrechensszenen 

Schauspiel, Puppentheater und Musik an Schauplätzen der Kriminalgeschichte.

Über unser Wappentier – Der Theaterfink

Der Theaterfink ist kein Bergfink. Doch die Verwandtschaft zum Buchfink lässt sich nicht leugnen. Sein vornehmlicher Lebensraum ist die Stadt und wenn er hier in einem geschlossenen Raum angetroffen wird, ist auch der Theaterfink niemals ohne ein Buch anzutreffen.

Er gehört zur Familie der Grundfinken. Am nächsten steht ihm der Kleingrundfink – im Volksmund auch Gretzlfink genannt. Auf Grund seines ausgeprägten lauten Gesanges wird ihm auch eine enge Verwandtschaft zum Waldsänger-Darwinfink nachgesagt. In dieser Verwandtschaft ist wohl die Triebfeder für die ausgeprägte Lust an Landpartien zu suchen. Mit seinem auffälligen Verhalten und seiner kräftigen Stimme kann der Theaterfink auch im ländlichen Raum ohne weitere neben dem Waldsänger-Darwinfink bestehen.
Der Theaterfink muss, bedingt durch die hohe Lärmbelastung der Stadt, seine Stimme von klein auf trainieren, um gehört zu werden. Seine Rufen sowie sein Gesang sind sehr laut und wohlklingend. Er ist weit durch die Gassen Wiens hörbar und verleitet nicht nur Musikkundige zum bedächtigen Lauschen.

Eine Unterart des Theaterfink ist der Krimifink. Es ist ein besonderes Ereignis, wenn die in kleinen Gruppen auftretenden Krimifinken laut zwitschernd und singend durch Wiener Gretzln streifen. Durch Wohlklang und auffallendes Äußeres werden selbst die größten Banausen zur Beobachtung eingeladen.

Keine Verwandtschaft besteht hingegen mit dem Mistfink und seinen Unterarten: dem Schmutz- oder Dreckfink sowie dem allgemeinen Schmierfink. Hier handelt es sich um eine zufällige Namensähnlichkeit, denn mit diesen Gattungen will der Theaterfink nichts zu tun haben. Ganz besonders ist er vom Schmierfink zu unterscheiden, der ein sehr allgemeiner Vogel ist und niemals in einem Raum mit Büchern zu finden wäre. Sein Gesang löst wenig Wohlbehagen aus. Menschen lassen er in wahrer Hetzerei verfallen, sowohl was die Schnelligkeit des Gehens betrifft, als auch den respektlosen Umgang miteinander. Der Mensch scheint sich von der kunsttypischen Streitsucht des Schmierfinks geradezu anstecken zu lassen.
Im Gegensatz dazu ist es die Kunst des Theaterfinks zu gefallen und zum gemeinsamen Genießen und Verweilen zu animieren.

Mit großem Wohlwollen registriert er, wenn Zuschauer*innen und auch zufällige Zaungäste in rege Diskussion über das Dargebotene verfallen und zum Nachdenken animiert werden.

SUSITA FINK

Geboren und aufgewachsen in Erdberg.
Lebt mit Mann und drei Söhnen in Wien. Seit 1994 Puppenspielerin, unter anderen im Marionettentheater Schloss Schönbrunn und im Figurentheater Lilarum, sowie in der freien Szene.

Zusammenarbeit mit Gerhard Tötschinger, Leonardo Salaz, Traude Kossatz, Christoph Bochdansky, Hans Escher, Karin Koller, Tina Leisch, ua

Eigenproduktionen seit 2001.

2009 Gründung des Ensembles Theaterfink

Ausbildung:

1995-2006 Studium der Theaterwissenschaft/Philosophie/Sprachwissenschaft/Slowenisch 20.10.2006 Diplomprüfung an der Uni Wien,
Thema der Diplomarbeit: „Figurentheater für Erwachsene am Beispiel von 7 Figurentheatern in Wien“
1999-2001 Privatschule für Werbedesign am BFI
Weiterbildung durch Unterricht bei E. Schrattenholzer (Sprech- und Präsentationstechnik), Jutta Tidl (Atem-, Stimm- und Sprechtechnik)und Workshops bei: Hans Krüger (Stimme im Figurentheater), Christian Suchy (Mime-Workshop), Neville Tranter (Stuffed Puppet Workshop)
Gesangsausbildung bei Natalie Jean Marain

Seit 2017 beschäftige ich mich auch wieder mit der Aus- und Weiterbildung rund ums Pferd. 
2019 machte ich das Bronzene Fahrabzeichen und die Prüfung zur Wiener Fiakerin.
Seit 2024 biete ich Puppentheater gestützte Reitpädagogik für Kinder an.

Theatermenschen sprechen ihre Berufswahl betreffend gerne davon, dass sie das Theatervirus gepackt hat. Das Pferdevirus ist ebenso hartnäckig. Zwangsläufig schlecht ist so ein Virus nicht immer. Ich reite seit meinem elften Lebensjahr und habe mir mit 15 den Herzenswunsch vom eigenen Pferd kurzer Hand selbst erfüllt. Fashion, ein „Unfall“ zwischen einer Warmblutstute und einem Traberhengst, war damals acht Monate alt. Gezahlt habe ich mit dem gesparten Taschengeld von meiner Oma. Gefreut hat sich in meiner Familie darüber niemand. Meine Mutter war durch die Trennung von meinem Vater in einem emotionalen Ausnahmezustand, sonst hätte sie wohl nie „Ja“ gesagt. Meine Eltern sind sehr politisch, waren Friedensaktivisten in den 80ern, emanzipiert und links. Da passt ein Kind, das dem Sport des Klassenfeindes verfällt, ist nicht ganz ins Konzept. Wobei dieses Bild nicht stimmt. Der Reitstall war für mich der Erstkontakt mit sozialen Randgruppen, wie Arbeitsmigranten (die unversicherten Stallburschen), Prostituierten, Tagedieben und Menschen, die sich ihre Liebe zu den Pferden wegen verschuldeten. Selbst habe ich Ställe ausgemistet, Nachhilfe gegeben und letztendlich die Schule hingeschmissen. Es war wohl doch alles etwas zu viel, denn die Pubertät mit all ihren Krisen hat mir voll zugeschlagen. Die Verantwortung für mein Pferd war eine wichtige Konstante, die mich sicher viel Zeit im Sinne unserer Erfolgs- und Leistungsgesellschaft gekostet hat, aber auch viel über Beziehung, Rückschläge, Kontinuität, Konsequenz und Loslassen gelehrt hat.
Das kommt mir nun alles in meiner künstlerischen Arbeit zugute. 

Weitere berufliche Tätigkeiten:

WS 2019 bis August 2020 Betreuung Obdachloser im NQ-Nord
WS 2016/2017 Organisationsassistenz
WS 2015/2016 Flüchtlingsbetreuung im Notquartier Vordere Zollamtsstraße 7
WS 2014/2015 Künstlerbetreuung bei Events der Ärztebank und PORR
WS 2012/2013 Leitung der Lehrveranstaltung an der Universität Wien mit dem Titel „Jura Soyfer heute inszeniert – ein Ausstellungsprojekt“
Organisation der Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag Jura Soyfer am tfm gemeinsam mit den Studierenden